Prinzip Leistung und Prinzip Mensch
Im Gespräch: Svenja Spranger, Director Human Resources, mit Alexander Rodion Roth
Svenja Spranger: Herr Roth, Sie arbeiten bei Taylor Wessing im Bereich Corporate Transactions. Was kann man sich darunter vorstellen?
Alexander Rodion Roth: Es geht einerseits um die rechtliche Beratung bei Projekten wie Käufen und Verkäufen von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen und auch Umwandlungen von Unternehmen, zum Beispiel durch Fusionen – auch bekannt als M&A (Mergers & Acquisitions), andererseits um die laufende gesellschaftsrechtliche Beratung unserer Mandanten während des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs.
Konkret?
Etwa: Wie soll der Kaufvertrag zum Erwerb des Vermögens einer Gesellschaft aussehen? Welche vertraglichen Gestaltungsvarianten sind gewünscht und möglich, um Verantwortungsbereiche abzugrenzen und Risiken zu minimieren? Was muss man bei einer Kapitalherabsetzung beachten? Auf welche Dinge muss man achten, wenn ein Geschäftsführer bestellt oder abberufen werden soll?
Finden Sie das denn wirklich spannend?
Ein klares „Ja“. Zum Thema spannend: Wir haben zum Beispiel vor einiger Zeit einen norddeutschen Mandanten aus dem Bereich der orbitalen Hochtechnologie im Rahmen einer umfangreichen Kapitalmaßnahme beim Kauf eines italienischen Raumfahrtunternehmens beraten. Ich musste dazu mit meinen Kollegen nach Mailand fliegen, um dort die Vertragsverhandlungen zu unterstützen. Dort haben wir insbesondere mit dem italienischen Syndikus und italienischen Rechtsanwälten sehr umfangreiche Anlagen zu den Verträgen erstellt. Das war eine anspruchsvolle, internationale gesellschaftsrechtliche Fragestellung aus dem M&A-Bereich.
Und?
Es war richtig viel Arbeit – und es hat ebenso viel Spaß gemacht.
Diskutiert man da auf Englisch? Oder sprechen Sie Italienisch?
Meine berufliche Kommunikation findet tatsächlich etwa zur Hälfte auf Englisch statt. In Mailand bestand die andere Hälfte allerdings aus Italienisch. Da ich einen Master of Law (Magister Juris) in Oxford absolviert habe, freue ich mich natürlich darüber, dass Englisch heute eine wichtige Rolle in meinem Alltag spielt. Was das Projekt in Mailand angeht: Ich habe zum Teil in Italien, genauer in Ferrara, studiert; außerdem früher einmal ein Jahr in Palermo gelebt. Und natürlich fand ich es großartig, meine Sprachkenntnisse und mein Know-how im Rahmen des Projekts wieder einzubringen.
Warum haben Sie sich für Taylor Wessing entschieden?
Taylor Wessing hat für mich bestochen durch eine gute Mischung aus Prinzip Leistung und Prinzip Mensch. Ich glaube, wir bringen tatsächlich eine exzellente Leistung. Das geht nur, wenn man sich auch entsprechend engagiert. Zugleich gibt es hier viele Faktoren, die das Arbeiten wirklich angenehm machen.
Was gehört denn für Sie dazu?
Das Mentor-Prinzip etwa, bei dem man stets einen Partner hat, mit dem man zusammenarbeitet und der einen fördert. Auch werden bei Taylor Wessing die Leistungen und Meinungen jüngerer Kollegen von den erfahrenen Kollegen, insbesondere auch den Senior-Partnern, wertgeschätzt. Das Betriebsklima ist geprägt von echter Kollegialität. Vom guten Klima kann man sich auch beim legendären Taylor Wessing-Soccer-Cup oder dem Taylor Wessing-Skifahren überzeugen. Sie haben gerade das Engagement angesprochen, das man mitbringen sollte. Die Wahrheit ist: Unter der Woche gibt es nicht viel Raum für Privatleben. Aber die Wochenenden sind bis auf ganz wenige Ausnahmen frei. Für mich ist das so genau richtig. Eine wirklich spannende Arbeit zu haben, ist mir sehr wichtig und dies ist eben kein Job „from nine to five“.
Wie wichtig ist für Sie beruflicher Erfolg?
Davon hängt doch für unsere Mandanten sehr viel ab. Und für mich selbst gilt das ebenfalls. Wenn wir solch ein Projekt wie das in Mailand erfolgreich zu Ende bringen, nimmt man auch persönlich etwas mit.
Gibt es solche Effekte öfter?
Sicher. Gerade im Zuge der Nachwehen der Finanzkrise werden wir zum Beispiel auch zur gesellschaftsrechtlichen Beratung in großen Restrukturierungsmandaten eingeschaltet, mit dem Ziel, das Unternehmen zu sanieren. Wenn wir erfolgreich helfen, ein Unternehmen zu retten und Arbeitsplätze zu sichern, motiviert einen das natürlich ungemein.
